Fluch des Purpurthrons

Hört ihr die Leute singen?

“DIES…IST…KORVOSA!” brüllte Tyden, ergriff den armseligen Imp Dickhörnchen an einem der namensgebenden Auswüchse und schleuderte ihn durch einen Feuerelementar mitten in das Gesicht Togomors. Der Blutmagier starb mit entsetztem Blick auf seinen gegrillten Vertrauten und brachte nur noch den Satz hervor: „Ihr seid wahrlich Barbaren, wenn ihr Vertraute und Tiergefährten angreift.“ Allerdings starb er auch mit einem befreiten Lächeln auf dem Gesicht, fast so als ob sein Tod eine Erlösung für ihn gewesen wäre. Erleichterung machte sich unter den Rebellen breit. Togomor hatte ihnen mit seinen Tricks hart zugesetzt. Ob er auch hinter dem Trugbild der Königin steckte, lässt sich nur vermuten. Allerdings wussten die Rebellen seit dem Vorfall im Stadion, dass die Königin sich sicherlich nicht durch einen einzelnen Angriff Karjas mit ihrem Sternenmesser bezwingen lassen und sich dann in eine Lache Blut verwandeln würde.
Kurz nach dem Kampf gegen Togomor standen endlich die Zwerge aus Janderhoff in den Toren der Festung von Korvosa und begannen, die Räume zu sichern. Der Tod des Seneschalls hatte den Widerstand der Grauen Jungfern gebrochen und viele streckten freiwillig die Waffen, da sie nicht vorhatten, für eine verlorene Sache zu sterben. Auch im Rest der Stadt würden die letzten Getreuen der Thronräuberin Illeosa bald bezwungen sein, da der Angriff auf die Burg erst erfolgte, nachdem bereits die meisten Schlüsselpositionen der Macht innerhalb der Stadt mit getreuen Anhängern der Rebellion besetzt worden waren. Dabei wurden mit großer Sorgfalt Persönlichkeiten ausgesucht, die der Rebellion entweder zu großem Dank verpflichtet waren, oder solche, deren Posten aufgrund der schwachen eigenen Machtbasis auf Gedeih und Verderb mit dem Erfolg der Rebellion verknüpft waren.
Mit Graus Soldado als Kommandant der zurückgekehrten schwarzen Kompanie und Cressida Kroft als Feldmarshall der Stadtwache wurden die beiden einzigen offiziellen bewaffneten Einheiten der Stadt mit Günstlingen besetzt. Grau hatte nur durch die Hilfe der Rebellen seine Sabina wiedergefunden und Cressida hatte erst durch die Rebellen den Mut gefunden, während deren Abwesenheit einen Widerstand im Untergrund aufzubauen. Mit dem Tempel der Shelyn, des Asmodeus, der Kallistria und des Abadar sind vier der großen Religionen Korvosas direkt von der Rebellion unterwandert, denn deren Hohepriester verdanken den Rebellen direkt ihr Leben und werden ihre Ämter nur behalten können, wenn sie von den neuen Machthabern nach dem Ende des Aufstandes in diesen bestätigt werden. Ishani Dhatri, der neue Hohepriester des Abadar, wurde von den Rebellen aus den Fängen des Akeruzug Konstrukts befreit und wieder zum Leben erweckt und Eric, der Hohepriester des Asmodeus, war der letzte seines Ordens nach der Zerstörung der Blutbank durch die Rebellen und damit prädestiniert, einen neuen Orden aufzubauen. Laori Vaus, einst Gefangene der Rebellen und Anhängerin des Kultes Zon-Kuthons, wurde Hohepriesterin der Kallistria; sie schuldet den Rebellen, eine neue spirituelle Heimat gefunden zu haben.
Die Operationsbasen der Grauen Jungfern innerhalb der Stadt wurden nach und nach eingenommen und ihre Einheiten zur Aufgabe gezwungen. So wurde die Zitadelle Volshyenekvor, ohne einen Tropfen Blut zu vergießen, eingenommen. Der Kommandant der Zitadelle konnte sich zwar nicht überwinden, sich selbst den Rebellen anzuschließen, legte aber sein Amt zugunsten Cressidas ab.
Mit dem Vordringen in die Burg, dem Kampf gegen Togomor und sein Dickhörnchen, blieb nun, die Königin selbst ausfindig zu machen und die eigentliche Quelle ihrer Macht zu zerstören…

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Flo

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